Inhalte und Ziele

Schriftdolmetschen ist ein neues Betätigungsfeld für Translator*innen. Als Schriftdolmetschen wird allgemein die Verschriftlichung mündlicher, verbaler Äußerungen und paraverbaler Äußerungen (u.a. Stimmlage, Sprechverhalten) für Menschen mit Beeinträchtigung in einer spezifischen Kommunikationssituation definiert. Der Zieltext erscheint quasi-simultan auf einem deutlich erkennbaren visuellen Medium und erlaubt es den Adressat*innen, das gesprochene Wort in Echtzeit mitzulesen. Schriftdolmetschung soll zu Barrierefreiheit beitragen, mit dem Ziel, die soziale, bildungsspezifische und berufliche Teilhabe von Menschen mit Beenträchtigung zu gewährleisten.

 

Der Zertifikatskurs vermittelt eine breite Sonderqualifikation, insbesondere Fertigkeiten, die zu verschiedenen Formen des Schriftdolmetschens benötigt werden. Der Kurs bietet eine Weiterbildung für die bereits in der Praxis tätige Zielgruppe, indem er mit der geänderten Kommunikationssituation, mit mehrsprachigen Anforderungen und mit dem Umgang mit neuesten technischen Hilfsmitteln vertraut macht.


Zielgruppe

Der Zertifikatskurs richtet sich vor allem an Translator*innen, die eine akademische Grundausbildung abgeschlossen haben und ein neues Betätigungsfeld unter Anwendung ihrer mutter- und fremdsprachlichen Kenntnisse erschließen wollen, weiters an praktizierende Schriftdolmetscher*innen, die ihre berufsrelevanten Kenntnisse vertiefen und sich weiter spezialisieren wollen. Darüber hinaus spricht der Zertifikatskurs tätige Translator*innen, die ihre lautsprachlichen Fähigkeiten auf den schriftsprachlichen Bereich ausweiten wollen, an.


Qualifikationsprofil

Die Absolvent*innen des Zertifikatskurses haben spezielle Fähigkeiten für den Einsatz beim Schriftdolmetschen in den unterschiedlichsten Einsatzformen erworben. Sie haben verschiedene Formen des Schriftdolmetschens und eine vertiefte Beschäftigung mit neuen Anwendungsmöglichkeiten kennengelernt und eingeübt.