Inhalte und Ziele

Der Zertifikatskurs bietet eine Spezialisierung und vermittelt breitgefächerte Kenntnisse im Bereich des juristischen Dolmetschens und Fachübersetzens unter Berücksichtigung notwendiger digitaler Kompetenzen. Das Weiterbildungsangebot bereitet umfassend auf das gesetzlich geregelte Eintragungs- und Prüfungsverfahren als allgemein beeidete*r und gerichtlich zertifizierte*r Dolmetscher*in vor. 

Ziel ist es, dass Absolvent*innen des Zertifikatskurses dazu befähigt sind, unter sich ständig ändernden fachlichen, gesellschaftlichen und technologischen Bedingungen in juristischen Kontexten translatorisch zu handeln.

Im Wintersemester 2022/23 werden folgende Bedarfssprachen in Kombination mit Deutsch angeboten: Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Englisch und Russisch (als Linguae franca). Ab dem Wintersemester 2024/25 sind weitere Bedarfssprachen geplant, wie etwa Französisch (als Lingua franca), Rumänisch, Tschechisch oder Ungarisch.


Qualifikationsprofil

Die höhere Komplexität der hybriden Aufgabenbereiche bei Behörden, Gerichten, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen führt zu einer steigenden Nachfrage nach spezialisierten Arbeitskräften. Zudem werden in Zukunft auch neue Medien beim Dolmetschen eine immer größere Bedeutung erlangen. Der Zertifikatskurs bereitet auf diese Anforderungen vor. 

Absolvent*innen des Zertifikatskurses verfügen über fachsprachliche und fach-translatorische Qualifikationen. Darüber hinaus erwerben die Teilnehmer*innen metafachliche, soziale und digitale Kompetenzen. Auf Basis dieser Fähigkeiten sind sie für die Übersetzungs- und Dolmetschtätigkeit in behördlichen und juristischen Kontexten bestens qualifiziert.
Zusätzlich erwerben sie spezifische digitale Kompetenzen, indem sie sich in mehreren übungsintensiven Modulen mit dem professionellen Technikeinsatz für die translatorische Tätigkeit auseinandersetzen (u.a. CAI-Tools, Führungsanlagen, CAT-Tools inkl. Terminologiemanagement und translatorischer Qualitätssicherung).

Somit können sich Absolvent*innen auf die Berufstätigkeit auch in besonders sensiblen Bereichen wie etwa Familienrecht, Asylverfahren, Strafverfahren, Polizei, aber auch Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen spezialisieren. Die Kenntnisse des Zertifikatskurses sind auch in spezifischen außerbehördlichen Settings einsetzbar (z.B. Rechts- und Verhandlungsgespräche, Fachgespräche mit rechtlichem Hintergrund, außergerichtliche Verhandlungen, Vertragsübersetzungen).